Das wohl bekannteste venezianische Fest ist der Karneval. Dieser findet alljährlich zehn Tage vor Aschermittwoch statt. Seinen Ursprung hat er – wie alle italienischen Karnevale – in den römischen Saturnalien. Dabei handelt es sich um große Maskenfeste, die zur Jahreswende veranstaltet wurden.
Die Dauer des Karnevals hat sich jedoch über die Jahrhunderte stark ver-kürzt. Noch im 18. Jahrhundert wurde er nahezu ein halbes Jahr lang gefeiert. In der Zeit der österreichischen Besetzung Venedigs im 19. Jahrhundert schien der Karneval völlig in Ver-gessenheit geraten zu sein.
Erst 1980 wurde er von Künstlern wieder entdeckt und neu belebt. Heute strömen duzende Besucher nach Venedig um diesem Spektakel beizuwohnen. Dennoch bleibt der Karneval ein Fest der Venezianer. Diese basteln ihre Verkleidungen selbst und tra-gen dazu die berühmten traditionellen Masken oder skurrile Eigenkreationen von Masken.
Die Straßen Venedigs werden von Theater- und Musikgruppen belebt. Weiters kann man auf den Bühnen der Theater die ausgefallensten Inszenierungen bewundern. Am Aschermittwoch wird schließlich das bunte Treiben durch ein pompöses Feuerwerk beendet.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben