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Geschichte Venedigs

Die Geburt der Lagunenstadt Venedig wurde erst durch den Niedergang Westroms ermög-licht. Immer wieder wurde das menschenleere Gebiet als Zufluchtsort aufgesucht. Allgemein gesehen, kann man von drei Besiedlungswellen sprechen:

  • Die erste fand statt als die Bevölkerung Aquileas, Altinums und anderer Küstenstädte der oberen Adria vor den Westgoten flüchteten. Die meisten Menschen sind wieder nach Hause zurückgekehrt, jedoch einige von ihnen entschieden sich dafür in der La-gune zu bleiben.
  • Im Jahre 452 kam es zur Invasion der Hunnen. Diese war der Auslöser für die zweite Besiedlungswelle Venedigs.
  • Die dritte und letzte Besiedlungswelle erfolgte schließlich 568 als die Langobarden in Oberitalien einfielen.

Von nun an stellte Venedig einen Außenposten des Byzantinischen Reiches dar, der eine ge-wisse Autonomie bewahren konnte. Dies gelang vor allem durch äußerst geschickte Handels-verträge zwischen den Kaiserreichen. Dadurch waren sie in der Lage über Jahrhunderte hin-weg eine Monopolstellung im Handel zwischen Westeuropa und Byzanz einzunehmen.

Im Lauf des 14. Jahrhunderts stieg Venedig bereits zu einer Republik auf und erweiterte sein Einflussgebiet auf das Festland.

Die Harmonie zwischen Venedig und Byzanz drohte im Zuge der ersten Kreuzzüge zu schei-tern und so kam es aufgrund der Handelsprivilegien Venedigs immer wieder zu Feindseligkei-ten auf beiden Seiten. Beim vierten Kreuzzug erreichten diese ihren Höhepunkt als der vene-zianische Doge Enrico Dandolo in Konstantinopel einfiel und im Jahre 1204 die Stadt erobert. An dieser Stelle kommt es zu einer unglaublichen Blüte Venedigs.

1453 kam es durch die Osmanen zum Fall von Konstantinopel, welcher der Blüte Venedigs ein rasches Ende setzte. Dieser führte zum völligen Rückzug Venedigs aus dem östlichen Mit-telmeer. Weiters stiegen zu dieser Zeit Portugal, Spanien, England und Holland zu den neuen Seemächten auf und stürzten so das Handelsmonopol Venedigs. Die Lagunenstadt speziali-sierte sich in der Folge auf die Produktion von Luxusgütern wie zB Glasherstellung und auf den Tourismus.

Durch den Einmarsch von Napoleon verlor die Republik Venedig ihre Autonomie. Im Jahr 1815 wurde Venedig letzten Endes Teil des Lombardo-Venezianischen Königreiches, das unter österreichischer Herrschaft stand.

33 Jahre später – im Revolutionsjahr 1848 – wurde Venedig erneut zur Republik ernannt und anlässlich des Wiener Friedensvertrag vom 3. Oktober 1866 dem damals neuen Königreich Italien übergeben.

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