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Canal Grande Venedig

Der Canal Grande durchzieht die Stadt Venedig in einer weit gezogenen Schleife, die die Form eines umgekehrten S hat. Mit einer Länge von 3,8 km ist er Venedigs wichtigste Ver-kehrsader. Lediglich drei Brücken – nämlich die Ponte delgi Scalzi, die Rialto Brücke und die Ponte dell´Accademia – überspannen den Canal Grande. Sein Ufer wird von etwa 350 histori-schen Bauten gesäumt. Ein Großteil dieser sind die für Venedig typischen Palazzi. Grob ge-schätzt kann man sagen, dass sich hier 70 gotische Palazzi, 130 Palazzi im Stil der Renais-sance sowie einige wenige barocke Palazzi finden lassen. Entlang des Kanals wird einem ein wunderschönes Bild von der Entwicklung der venezianischen Palastarchitektur geboten. Für die Erkundung des gesamten Canal Grande empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Vaporetto bzw. eine romantische Gondelfahrt. Letzteres ist jedoch eine ziemlich kostspielige Variante.

Anschließend sollen nun die besonders sehenswerten Baudenkmäler am Ufer des Canal Gran-de angeführt werden:

Palazzo Flangini
Bei diesem Palazzo handelt es sich um ein unfertiges barockes Gebäude aus dem 17. Jahrhun-dert. Unfertig deswegen, weil der linke Seitentrakt nicht mehr zur Ausführung kam. Eine alte venezianische Geschichte erzählt von zwei Brüdern, die den damals fertigen Palazzo geerbt haben. Diese konnten sich jedoch nicht über eine Aufteilung des Gebäudes einigen und so soll einer der beiden Brüder im Zorn seinen Teil abgerissen haben.

Fondaco die Turchi
Dieser Palazzo entstand in der veneto-byzantinischen Epoche und zählt somit zu den frühes-ten Palästen der Stadt. Er wurde bereits im 13. Jahrhundert von der Familie Pesaro errichtet. Heute beherbergt das Gebäude ein naturgeschichtliches Museum.

Deposito del Megio
Der Deposito del Megio diente in der Zeit ehemaligen Republik als Kornspeicher. Dies wird ebenfalls am Außenbau wiedergespiegelt. Der Ziegelbau aus dem 15. Jahrhundert besitzt kleine vergitterte Fenster und der einzige Schmuck den es besitzt, ist die Zinnenbekrönung sowie ein großes Relief, das den Markuslöwen zeigt, im Obergeschoss.

Palazzo Vendramin-Calergi
Dieser wurde um 1500 von Mauro Codussi für die Familie Loredan errichtet und ist ein Para-debeispiel der Renaissance-Architektur Venedigs. In diesem Palazzo verstarb am 13. Februar 1883 der Komponist Richard Wagner.

Ca´d´Oro
Im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts ist die Ca´d´Oro entstanden. Sie ist wohl das bekann-teste gotische Bauwerk Venedigs und betört mit ihrem herrlichen Maßwerk sowie mit den polychromen Marmorinkrustationen. Ihren Namen verdankt die Ca´d´Oro den heute leider verlorengegangenen Vergoldungen am Außenbau. 1896 kam der Palazzo in den Besitz von Baron Giorgio Franchetti, der hier eine wertvolle Kunstsammlung unterbringen ließ. Im Jahr 1927 wurde die Sammlung schließlich auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Rialto-Brücke
Der heutigen Rialto-Brücke gehen mehrere Vorgängerbauten voraus. Der erste stammt von Nocoló Barattieri aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um eine Holz-brücke, die schließlich 1444 einstürzte. Anschließend wurde wieder eine Brücke aus Holz gefertigt. Bei dem Stadtbrand zu Beginn des 16. Jahrhunderts blieb sie zwar verschont, nichts desto trotz entschied man sich damals dafür sie durch eine steinerne Brücke zu ersetzen. Für diesen Zweck wurden von den wichtigsten Baumeistern, wie etwa Michelangelo oder Andrea Palladio, Vorschläge eingeholt. Letzten Endes bekam Antonio da Ponte im Jahr 1587 den Auftrag für den Bau der Rialto-Brücke. An die 12.000 Eichenpfähle wurden in den Schlamm getrieben. Diese stellen das Fundament der Brücke dar. Der elegante Brückenbogen selbst wurde aus istrischen Marmor konstruiert. Über diesen führen drei durch eine doppelte Laden-reihe getrennte Wege, wobei der mittlere von Bögen überfangen ist.

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